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Aus der Stille in das Vertrauen

Wer innehält statt auszuhalten, verfeinert seine Wahrnehmung und folgt ganz selbstverständlich einem leichten und befreienden Weg: zu sich selbst und zu anderen. Cornelie Steinmetz im Gespräch.

Warum greifen immer mehr Menschen auf individuelle Unterstützung zu?

Wir bewegen uns vielfach in engmaschigen Lebenskonzepten und funktionieren in starren Lern- oder Arbeitswelten. Auch wenn viele Rollen und Erwartungen berechtigt erscheinen oder gemessen an persönlichen Zielen und Werten nachvollziehbar sind, erlebe ich: Der Alltag betäubt unsere feinen Antennen. Und unzählige Reize überfordern nicht nur Hochsensible. Hinzu kommen überraschende und vorhersehbare Ereignisse, die Menschen aus der Bahn werfen.

Warum bietest du „Therapeutische Behandlungen & Coachings“ in einem an?

Menschen belasten, beschweren oder strengen sich zu sehr an im Laufe ihres Lebens. Das hinterlässt sichtbare und unsichtbare Spuren. Coaching bringt mentale Klarheit und zeigt sich sehr mächtig, wenn es darum geht, sich zu erleichtern und zu entfalten. Was wir dabei nicht vergessen dürfen: Nicht minder repräsentiert unser Körper unser Bewusstsein und Unbewusstsein. Er kann sehr empfindlich reagieren und gleichzeitig ein aufschlussreicher Sensor sein. Ich bin absolut davon überzeugt: Wer mit dem Körper arbeitet, stößt in ungeahnte Tiefen vor. Das heißt auch: Meine Behandlungen entgiften Körper und Seele. Umgekehrt unterstützen uns bewusste Ernährung und Entgiftung dabei, seelische Schlacken zu verabschieden. Alles in allem geht es darum: Wer sich besser fühlt, fühlt sich besser – im doppelten Sinne.

Was veranlasst Menschen, mit dir zu arbeiten?

Entweder signalisieren körperliche Gebrechen: Ich kann mich nicht frei bewegen. Dann wiederum trauert die Seele und offenbart: Ich stehe unter Druck, mir fehlt der Sinn. Oder Trennungen und Verluste belasten. Auch wer selbst Partner verlässt oder Jobs kündigt, spürt: Es ist Zeit für das Wesentliche. Denn wer sich unentwegt verbiegt, zahlt einen hohen Preis. Menschen, die zu mir kommen, erleben: Sich treu zu bleiben ist gesund. Und darum geht es.

Wie gehst du vor?

Ich nehme mir Zeit, höre zu, berühre und behandle: So entsteht Verbindung. Energie fließt. Ich erfasse Blockaden und verstärke das, was heilsam strömt. Mit allen Sinnen lasse ich mich auf diesen Moment ein und befasse mich mit meinem Gegenüber. Ich verbinde mich in der Präsenz des Augenblicks mit dem, was ist. So spüre ich intuitiv, was es braucht. Das verstärke ich manuell und spreche offen an, was sich zeigt. Ja, ich ermutige und unterstütze Menschen dabei, sich emotional, geistig, körperlich und seelisch in Einklang zu bringen – in Einzelsitzungen oder in Team-Workshops. Ich folge meiner Empathie und drücke meine feine Wahrnehmung auf den Ebenen aus, die meine Klienten erreichen. Ich hatte sehr gute und beeindruckende Lehrer, die mich bis heute prägen. So kann ich meine Gaben individuell mit sinnvollen Methoden kombinieren.

Was bewegt oder verändert sich bei den Klienten?

Der Körper stabilisiert sich. Und Körper und Seele atmen auf. Und Menschen, die zu mir kommen, empfinden sehr fein, welche Gefühle ihnen gehören oder welche Energien sich von außen einschleichen. Sie begreifen, was sie behindert, bewegt, beflügelt und aufrichtet. Sie verbinden sich mit sich selbst und spüren achtsam Signale. Sie schöpfen aus ihrer eigenen Wahrheit und Weisheit. Aggressionen und Abwehrhaltungen gegen sich und andere weichen. Und sie verstehen ihren Wesenskern in einer beruhigenden Tiefe. Wesentlich ist: Jeder Lösungs- oder Heilungsweg ist ein anderer. Meine Klienten teilen jedoch die Erfahrung, dass sie sich mit mir an ihrer Seite in einen kreativen Prozess begeben, der sich permanent erneuert. So wie wir das aus der Natur kennen.

Was heißt das genau?

Genaugenommen gibt es keine Worte, um die transformatorische Kraft zu beschreiben, die in meiner Arbeit wirkt. Es gibt nur einen Weg: Sich darauf einzulassen und es zu erleben. Was ich für und mit Menschen bewege und anstoße, lässt sich etwa so beschreiben: Ich unterstütze Frauen und Männer dabei, ihr Wesen zu achten und ihren Werten gerecht zu leben. In diesem Sinne erfüllte Menschen tun bewusst das eine. Sie vermeiden selbstbestimmt anderes. Und sie wählen intuitiv, was ihnen gut tut. Dieser Schritt geht oft mit einem großen inneren Fortschritt einher. Dieses ehrliche Selbstbewusstsein vermag es, Grenzen sensibler wahrzunehmen: bei sich selbst und anderen. Alles in allem setzt dieser Prozess eine enorme Schöpferkraft frei, die Menschen in ihrem Leben spürbar und greifbar entfalten: aus der Stille in das Vertrauen.